Trading Journal Software im Vergleich 2026: Welches Tool passt zu dir?
Lesezeit: ca. 9 Minuten · Kategorie: Vergleich · Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultiere im Zweifelsfall einen unabhängigen Finanzberater.
Wer nach einer Software für das eigene Trading Journal sucht, stößt schnell auf ein Problem: Die meisten Tools sind auf englischsprachige Märkte ausgerichtet, kosten 40–100 Euro im Jahr, und bilden deutsche Börsen wie XETRA oder den MDAX nur lückenhaft ab. Gleichzeitig reicht eine Excel-Tabelle für viele Privatanleger irgendwann nicht mehr aus.
Dieser Vergleich stellt die vier relevantesten Optionen gegenüber – und zeigt, welche für welchen Anlegertyp die richtige Wahl ist.
Die vier Optionen im Überblick
Bevor es in den Detail-Vergleich geht, hier die Kurzfassung:
| Tratabu | Edgewonk | Tradervue | Excel | |
|---|---|---|---|---|
| Kosten | kostenlos | ~69 €/Jahr | ab 0 $/Monat (limitiert) | kostenlos |
| Sprache | Deutsch | Englisch | Englisch | – |
| XETRA / DAX | ✓ vollständig | ✗ | ✗ | manuell |
| FTSE / UK-Aktien | ✓ | ✗ | ✗ | manuell |
| Dividenden-Tracking | ✓ | ✗ | ✗ | manuell |
| Telegram-Alerts | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Fundamentaldaten | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Strategietrennung | Trading / Rendite / Dividende | nur Trading | nur Trading | manuell |
| Mobile Nutzung | ✓ (Browser) | ✓ (App) | ✓ (Browser) | eingeschränkt |
| Registrierung nötig | optional | ✓ | ✓ | ✗ |
Tratabu – das kostenlose Tool für DACH-Anleger
Tratabu ist ein deutschsprachiges Online-Trading-Tagebuch, das speziell für Privatanleger im deutschsprachigen Raum entwickelt wurde. Es ist das einzige Tool in diesem Vergleich, das alle drei klassischen Anlagestrategien – Trading, Rendite und Dividende – in einer einzigen Oberfläche abbildet.
Was Tratabu besonders macht:
Wer gleichzeitig ein paar kurzfristige Trades, mittelfristige Renditetitel und Dividendenaktien hält, braucht kein Tool, das alles in einen Topf wirft. Tratabu trennt diese drei Welten sauber im Dashboard und bewertet jede Position nach den für die jeweilige Strategie relevanten Kriterien.
Dazu kommen Kurs-Alerts per E-Mail und Telegram-Bot – eine Funktion, die kein anderes Tool in diesem Vergleich bietet. Wer seinen Stop-Loss nicht ständig manuell prüfen will, lässt sich einfach benachrichtigen, sobald eine Schwelle erreicht wird.
Für wen Tratabu die richtige Wahl ist: Privatanleger im DACH-Raum, die verschiedene Anlagestrategien parallel führen, keinen monatlichen Abo-Beitrag zahlen wollen, und XETRA-, MDAX- oder FTSE-Werte in ihrer Hauptwährung korrekt abgebildet haben möchten.
Einschränkungen: Tratabu arbeitet mit End-of-Day-Kursen, nicht mit Echtzeit-Daten. Für aktive Intraday-Trader, die sekundengenau auf Kursbewegungen reagieren, ist das nicht ausreichend.
→ Jetzt kostenlos testen auf Tratabu.de
Edgewonk – der Profi-Standard für aktive Trader
Edgewonk ist seit Jahren das meistempfohlene Trading Journal für professionelle und semi-professionelle Trader. Es richtet sich primär an Menschen, die täglich viele Trades ausführen und deren Performance statistisch tief analysieren wollen.
Was Edgewonk gut macht:
Die Stärke von Edgewonk liegt in der statistischen Tiefe. Es berechnet Expectancy, Trefferquote, durchschnittliches Chance-Risiko-Verhältnis und zeigt, bei welchen Marktbedingungen (Uhrzeit, Wochentag, Volatilität) ein Trader besser oder schlechter performt. Für jemanden, der Forex, CFDs oder US-Aktien aktiv tradet, ist das ein mächtiges Werkzeug.
Einschränkungen für DACH-Anleger: Edgewonk wurde für englischsprachige Märkte entwickelt. Deutsche Börsen, XETRA-Kurse oder die MDAX-Struktur werden nicht nativ unterstützt. Dividenden gibt es in der Software nicht, weil sie für Dividendeninvestoren schlicht nicht gebaut wurde. Der Preis liegt bei rund 69 Euro pro Jahr.
Für wen Edgewonk die richtige Wahl ist: Aktive Daytrader und Swing-Trader, die hauptsächlich Forex, CFDs oder US-amerikanische Aktien handeln, viele Trades täglich ausführen, und bereit sind, für tiefe statistische Auswertung zu bezahlen.
Tradervue – gut für US-Märkte, kostenlos eingeschränkt
Tradervue ist ein US-amerikanisches Trading Journal, das vor allem bei Aktien- und Optionstradern in Nordamerika verbreitet ist. Es bietet eine kostenlose Basisversion, die jedoch stark limitiert ist – zum Beispiel können nur 30 Trades pro Monat importiert werden.
Was Tradervue gut macht:
Der automatische Import von Broker-Kontoauszügen ist eine der Stärken von Tradervue. Viele US-Broker werden direkt unterstützt, was die manuelle Dateneingabe minimiert. Die Analyse-Funktionen sind solide und gut visualisiert.
Einschränkungen für DACH-Anleger: Wie Edgewonk ist Tradervue vollständig auf US-Märkte ausgerichtet. Deutsche Broker werden nicht automatisch unterstützt, die Oberfläche ist ausschließlich auf Englisch, und Dividenden- oder Renditestrategie-Tracking gibt es nicht. Die Vollversion kostet 29–49 US-Dollar pro Monat.
Für wen Tradervue die richtige Wahl ist: Trader mit US-Broker, die hauptsächlich US-Aktien oder Optionen handeln und von automatischen Import-Funktionen profitieren wollen.
Excel / Google Sheets – maximale Freiheit, maximaler Aufwand
Excel oder Google Sheets ist für viele Privatanleger der Einstieg ins Trading Journal. Der Vorteil: vollständige Kontrolle über Struktur und Auswertung, keine Kosten, keine Datenweitergabe.
Was gut funktioniert:
Für Anleger mit wenigen Positionen und dem Willen, sich eine eigene Vorlage zu bauen, ist Excel durchaus praktikabel. Es gibt zahlreiche fertige Vorlagen zum Download, die einen guten Startpunkt bieten.
Wo Excel an Grenzen stößt:
Kurse müssen manuell aktualisiert oder per komplexer API-Anbindung automatisiert werden. Kurs-Alerts gibt es nicht. Dividenden müssen händisch eingetragen werden. Und sobald das Portfolio wächst, werden Excel-Dateien schnell unübersichtlich und fehleranfällig – besonders wenn mehrere Strategien parallel verfolgt werden.
Für wen Excel die richtige Wahl ist: Anleger mit maximal 10–15 Positionen, die technisch versiert sind, volle Kontrolle über ihre Daten wollen, und keine Benachrichtigungsfunktionen benötigen.
Welches Tool passt zu welchem Anlegertyp?
Du bist Dividenden-Investor mit Fokus auf DACH-Werte
→ Tratabu. Kein anderes Tool in diesem Vergleich bildet Dividendenziele, Ausschüttungshistorie und XETRA-Kurse in Kombination ab.
Du bist aktiver Daytrader mit US-amerikanischem Broker
→ Tradervue (für automatischen Import) oder Edgewonk (für statistische Tiefe). Beide sind auf diesen Anwendungsfall spezialisiert.
Du hältst gleichzeitig Trading-Positionen, Renditetitel und Dividendenaktien
→ Tratabu. Die Strategietrennung im Dashboard ist ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderes Tool bietet.
Du willst keine Registrierung und keine Datenweitergabe
→ Excel für maximale Kontrolle, oder Tratabu im Demo-Modus zum Testen ohne Konto.
Du bist Berufs- oder Semi-Profi-Trader mit Fokus auf Performance-Analyse
→ Edgewonk für die statistische Tiefe, falls du bereit bist, die deutschen Börseneinschränkungen in Kauf zu nehmen.
Fazit
Für die Mehrheit der deutschsprachigen Privatanleger – also Menschen, die eine Mischung aus XETRA-Werten, gelegentlichen Trades und Dividendentiteln halten – ist Tratabu die sinnvollste Wahl. Es kostet nichts, funktioniert ohne Installation, und ist das einzige Tool, das alle drei Strategien nativ unterstützt.
Edgewonk und Tradervue sind für eine spezifische Nische gebaut: aktive Trader auf US- und Forex-Märkten, die täglich viele Transaktionen ausführen und tief in ihre Performance-Statistiken einsteigen wollen. Für diesen Anwendungsfall sind sie hervorragend – für den typischen Privatanleger im DACH-Raum jedoch Overkill und schlecht passend.
Excel bleibt eine valide Option für den Einstieg, stößt aber spätestens dann an Grenzen, wenn Benachrichtigungen, automatische Kursaktualisierungen oder mehrere parallele Strategien gefragt sind.
Jetzt kostenlos mit Tratabu starten →
Weitere Artikel zum Thema
- Trading Tagebuch führen: Der komplette Leitfaden für Privatanleger
- Aktien-Kursalarm einrichten: Stop-Loss & Zielkurs per Telegram und E-Mail
- Dividendenstrategie für Einsteiger: So baust du passives Einkommen auf
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Preisangaben für Drittanbieter können sich ändern – bitte die aktuellen Preise direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.